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Warum Aktienfonds zur Altersvorsorge geeignet sind

Vor allem bei vielen Privatanlegern, die Aktien und Aktienfonds zur Anlage nutzen, sitzt der Schock der Finanzkrise noch tief. Denn natürlich kam es zu teilweise umfangreichen Abwärtsbewegungen an den internationalen Wertpapiermärkten. Trotzdem sind Fonds nach wie vor attraktiv, um Kapital anzusparen – gerade in Zeiten niedrig bewerteter Märkte. Angesichts der Erlebnisse sind sich viele Menschen der durchaus gegebenen Chance nicht bewusst oder haben zu große Angst vor neuen Rückschlägen. Doch nutzt man Aktienfonds nicht für einmalige Investitionen, sondern für regelmäßige Anlagen, dann bieten sich gute Ertragschancen bei moderatem Risiko.

Dank so genannter Fondssparpläne eignen sich Aktienfonds auch für eine solide Altersvorsorge. Bild: © Thorsten Frisch – Fotolia.com

Denn werden Fondsanteile in gleichbleibenden Abständen zu identisch hohen Beträgen erworben, nutzen Sparer bei Aktienfonds einen sogenannten Kostendurchschnittseffekt (engl. „Cost-Average-Effekt“). Nach diesem erwirbt der Sparer während einer festgelegten Sparzeit automatisch mehr Anteile eines schwankenden Wertpapiers, als es im Rahmen einer einmaligen Investition des Papiers zu seinem Durchschnittskurs während der betreffenden Laufzeit der Fall gewesen wäre. Der Anleger kauft seine Anteile praktisch immer dann „mutiger“, wenn der Fondspreis gerade niedriger ist. Umgekehrt erwirbt er Anteile eher „vorsichtig“, wenn ein relativ hoher Anteilspreis vorliegt – ganz automatisch. Diese Art der Sparanlage hat demnach weniger etwas mit Spekulation zu tun, sondern es geht vielmehr um regelmäßigen und kontinuierlichen Vermögensaufbau und die automatische Ausnutzung günstiger Anteilspreise. Auf diese Weise profitiert der Anleger einerseits von der Ertragschance einer Aktienfondsanlage. Zum anderen schwankt die Gesamtinvestition nicht so stark wie es im Rahmen einer Einmalanlage der Fall wäre. Die Schwankungsrisiken sind demnach geringer einzuschätzen, obwohl sie durchaus vorhanden sind. Aus den genannten Gründen eignen sich Aktienfonds durchaus auch für die Altersvorsorge – wie beschrieben im Rahmen eines sogenannten Sparplanes.

Ein Plus: Die hohe Flexibilität der Fondssparpläne

Allerdings haben Aktienfonds noch mehr zu bieten als nur Renditechancen. So sind solche Sparpläne zum Beispiel absolut flexibel, da es sich um keinen Sparvertrag oder Ähnliches handelt. Einmal vereinbart können sie vom Sparer jederzeit verändert werden. Soll später mehr oder weniger investiert werden, ist der Sparbetrag unproblematisch änderbar – jederzeit. Auch zunächst unplanmäßige Zuzahlungen sind möglich. Wird später einmal Kapital benötigt, steht dies ebenso grundsätzlich jederzeit zur Verfügung. Zwar sind Entnahmen naturgemäß immer nur zum aktuell gültigen Kurs möglich. Die Fondsanlage ist jedoch keine Festanlage, sodass Teil- und Komplettverfügungen praktisch jederzeit zulässig sind. Klassische Sparverträge hingegen bieten oftmals keine Möglichkeit, Sparbeträge zu verändern oder Kapital zu entnehmen.

Ein Tipp: Sinnvolle Entnahmezeitpunkte nutzen

Wer einen Aktienfondssparplan nutzt, profitiert wie beschrieben vom Kostendurchschnittseffekt. Damit sich dieser möglichst stark bemerkbar macht, ist es wichtig, Kapital zu vermeintlich günstigen Marktsituationen zu entnehmen. Dabei ist es klar, dass man es naturgemäß meist eher nicht schafft, Anteile zum absoluten Höchstpreis zu verkaufen. Jedoch ist es wichtig, erzielte Gewinne zu sichern und diese im Rahmen einer sichereren Fondsanlage oder konservativen Alternativanlagen zu manifestieren. Ist mittels Sparplan eine Summe inkl. attraktiver Gewinne erzielt worden, ist es beispielsweise möglich, diese in einen Geldmarktfonds, einen kurzfristigen Rentenfonds oder einen offenen Immobilienfonds umzuschichten. Auf diese Weise schwankt die Gesamtanlage zukünftig weniger bzw. nicht mehr. Bleibt der Betrag hingegen in einem Aktienfonds, dann nutzt der Sparer bei fallenden Kursen zwar wiederum die Vorteile des Kostendurchschnittseffektes. Bei zu hoher bereits bestehender Ansparsumme jedoch drückt der Kursrückgang aller investierten Fondsanteile unter Umständen sehr stark auf die Gesamtrendite. Gegebenenfalls relativiert sich der Kostendurchschnittseffekt dadurch fast komplett. Dieser mildert dann lediglich noch den auftretenden Verlust. Fondssparpläne in Aktienfonds sollten deshalb mindestens alle zwei bis drei Jahre beobachtet und bereits investierte Beträge gegebenenfalls getauscht werden.

16.04.2013 | Autor: Sabrina S. | Kategorie: Geldanlage

Über die Autorin dieses Artikels:
Sabrina bereichert den FinanzNewsOnline Blog seit September 2011 mit Beiträgen zu Geldanlagemöglichkeiten jeglicher Art.
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Ein Kommentar zu “Warum Aktienfonds zur Altersvorsorge geeignet sind”

  1. Frank schreibt:

    Man sollte dabei jedoch auch immer die Kosten wie Ausgabeaufschlag, Management- und Verwaltungskosten, sowie Erfolgsprovisionen betrachten, bevor man sich einen Fonds herausgesucht hat. Auch wenn der Fond langfrsitsig erfolgreich ist/war, können die Kosten einen großen Teil der Gewinn auffressen.



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