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Über die Trendfolgestrategie und ihre Chancen und Risiken

Wenn es um ihre Geldanlagen geht, suchen viele Anleger lange nach dem richtigen „Rezept“. Zu umfangreich sind die Möglichkeiten, die sich ihnen anbieten. Vom konservativen bis spekulativen Anlageinstrument existieren ganz verschiedenen Arten von möglichen Anlageformen. Während es für die eher sicherheitsbewussten Anleger allerdings nicht allzu entscheidend ist, eine bestimmte Anlagestrategie zu verfolgen, ist diese für eher spekulativ orientierte Anlegertypen oftmals sehr wichtig. In diesem Bereich der Geldanlage gilt, dass sich häufig nur mit einem geschickt gestalteten Konzept attraktive Gewinne erwirtschaften lassen. Andernfalls basieren erzielte Kapitalzuwächse meist eher nur auf Zufall.

Die Chancen und Risiken der Trendfolgestrategie

Die oft angepriesene Trendfolgestrategie beruht auf der Beobachtung, dass Kursentwicklugen eher den aktuellen Trend beibehalten als ihre Richtung zu ändern. Doch auch diese Anlagestrategie ist nicht frei von Risiken. Bild: © lichtmeister – Fotolia.com

Ein häufig genutztes Konzept, das die Chance auf Erfolg einer spekulativen Geldanlage erhöhen soll, ist die sogenannte Trendfolgestrategie. Wie ihre Bezeichnung bereits aussagt, wird in diesem Zusammenhang darauf gesetzt, dass sich der zur Spekulation genutzte Basiswert weiterhin so entwickelt, wie in jüngster Vergangenheit. Sowohl Aktien als auch Optionen können beispielsweise als Basiswert dienen. Das Modell der Trendfolge kann dabei natürlich genauso im Rahmen steigender als auch fallender Kurse angewandt werden. Der Vorteil dieses Konzeptes besteht in der Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit eines intakten Trends häufig größer ist als ein Ausbruch aus demselben. Im Klartext heißt das: Steigt zum Beispiel eine Aktie bisher relativ konstant, dann ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass dies auch weiterhin so bleibt, größer als die Chance auf eine plötzliche Änderung. Aus diesem Grund gilt die Trendfolgestrategie als vergleichsweise kalkulierbar und zuverlässig.

Andererseits gibt es jedoch keine Garantie, dass die angewandte Trendfolgestrategie in allen Fällen funktioniert. Im Gegenteil. Anleger, die Geld spekulativ anlegen, müssen sich immer über mögliche Verlustrisiken im Klaren sein. Die Kapitalmärkte leben von unerwarteten Ereignissen und daraus resultierenden plötzlichen Kursveränderungen. Diese sind praktisch der „Feind“ der Trendfolgestrategie. In einem sehr unruhigen und wenig konstanten Markt, der sich sehr sprunghaft bewegt, ist diese Strategie grundsätzlich eher schwierig anwendbar. Von plötzlich auftretenden Krisen und großflächigen unerwarteten Kurseinbrüchen einmal ganz abgesehen.

Optionen – Gewinne „hebeln“

Vor allem auch sogenannte Trader (auch: „Daytrader“) setzen nicht selten auf die Trendfolgestrategie. Dabei handelt es sich um spekulativ ausgerichtete Anleger, die perspektivisch kurzfristig anlegen möchten. Sie setzen nur auf sehr kurzfristige Kursbewegungen und versuchen, mit diesen möglichst hohe Gewinne zu erzielen. So kommt es beispielsweise regelmäßig vor, dass Trader einen Basiswert mehrfach am Tag kaufen und verkaufen – je nach erfolgten Kursbewegungen. Aus diesem Grunde setzen Trader häufig auf Optionen. Dabei handelt es sich grundsätzlich um das Recht, einen bestimmten Wert – meist eine Aktie – zu einem festgelegten Termin zu kaufen oder zu verkaufen – je nach Optionsart. Dieses Recht, also die Option, besitzt einen bestimmten Wert, der sich wiederum aus den aktuellen Kursbewegungen des zugrunde liegenden Wertpapiers ergibt. Aufgrund ihrer Gestaltung bewegen sich Optionen jedoch meist deutlich stärker im Kurs als ihr Basispreis. Ein sogenannter Hebel sorgt dafür, dass sich die Kursbewegung des Basiswertes verstärkt im Preis der Option widerspiegelt. Auf diese Weise lassen sich mit bereits relativ kleinen Kursbewegungen des Basiswertes größere Gewinne in Form einer Anlage in eine solche Option erzielen.

Auch im Rahmen der Trendfolgestrategie wird der erwähnte Hebeleffekt genutzt. So setzen Anleger beispielsweise eben nicht unbedingt darauf, dass Trends langfristig intakt bleiben und somit Gewinne mit sich bringen. Auch kurze Fortsetzungen eines Trends können mit einem starken Hebel zu deutlichen Gewinnen führen. Auch hier gilt es jedoch immer zu beachten, dass die Hebelwirkung nicht nur mögliche Gewinne betrifft. Auch Verluste werden entsprechend verstärkt. Eine Anlage in Optionen ist demnach immer mit relativ hohen Risiken verbunden. Auch der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.

4.02.2013 | Autor: Sabrina S. | Kategorie: Geldanlage

Über die Autorin dieses Artikels:
Sabrina bereichert den FinanzNewsOnline Blog seit September 2011 mit Beiträgen zu Geldanlagemöglichkeiten jeglicher Art.
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