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Die Öltankhaftpflichtversicherung: Im Zweifelsfall kann sie Existenzen retten

Ob das Heizen mit einer Ölheizung in Zeiten der beginnenden Energiewende noch über lange Zeit attraktiv sein wird, ist sicherlich fraglich. Zum jetzigen Zeitpunkt jedoch wird in Deutschland immer noch vielerorts mit Öl geheizt. Dafür befindet sich in der Regel im Keller des Hauses ein Öltank, der – je nach Größe und Heizbedarf – etwa einmal im Jahr gefüllt werden muss.

Die Gefahren eines Öltanks

Schäden durch auslaufende Öltanke sind zwar glücklicherweise eher selten, können aber im Einzelfall sehr hohe Schadenssummen verursachen. Eine Versicherung ist daher durchaus empfehlenswert. Bild: Flickr.com By-SA © inkknife_2000

Viele Besitzer solcher Öltanks sind sich dabei allerdings der Gefahren nicht bewusst, die von solch einem Tank ausgehen. Bereits geringe Mengen auslaufenden Öls genügen, um verheerende Umweltschäden zu verursachen. So verunreinigt beispielsweise ein einziger Tropfen des Energieträgers ca. 10.000 Liter Trinkwasser. Kommt es gar zum dauerhaften Auslaufen eines solchen Tanks, dann sind die daraus resultierenden Schäden kaum absehbar. Im Fall der Fälle haftet immer der Besitzer des betreffenden Tanks. Aufgrund der gesetzlichen Haftpflicht, welche im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegt ist, muss der Verantwortliche alle verursachten Schäden ersetzen. Auch Folgeschäden sind nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich haftet ein Schadenersatzpflichtiger immer unbegrenzt – sowohl mit seinem Vermögen als auch mit seinem regelmäßigen Einkommen. Angesichts dessen wird die finanzielle „Gefahr“ für den Besitzer eines Öltanks deutlich. Aus diesem Grunde sollte eine entsprechende Absicherung bestehen – zum finanziellen Schutz des Tankbesitzers wie auch Schutz möglicher Geschädigter.

Wie man sich am besten absichert

Mittels der sogenannten Öltankhaftpflichtversicherung kann ein effektiver Schutz gegen alle berechtigten Forderungen aufgrund von Schäden durch den versicherten Tank erreicht werden. Im Schadensfall übernimmt die Öltankhaftpflichtversicherung alle Kosten – bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung sind solche Schäden meistens nicht mitversichert.

Die Versicherungssumme stellt praktisch eine Höchstgrenze der Zahlungen je Schadensfall dar. Eine möglichst hohe Versicherungssumme zu wählen, ist hinsichtlich der hohen möglichen Schadenskosten aus Sicht des Versicherten deshalb sinnvoll. Welche Art von Kosten anfallen, spielt dabei keine Rolle. So ist es nach einem Schaden beispielsweise häufig nötig, Erdreich zu säubern bzw. zu entsorgen. In schwerwiegenden Fällen müssen gar kontaminierte Gewässer gesäubert werden. Die Kosten für ein solche Reinigung können enorm hoch sein und die finanziellen Möglichkeiten des Verantwortlichen deutlich übersteigen.

Kosten der Versicherung

Der Beitrag für eine Öltankhaftpflichtversicherung wird meist jährlich entrichtet. Seine Höhe orientiert sich am Risiko, das ein versicherter Tank darstellt und der Höhe der gewünschten Versicherungssumme. Die meisten Versicherer bieten Policen, mit einem Versicherungsumfang von 3 Millionen bis 15 Millionen Euro. Die jährliche Beitragshöhe für den Versicherungsnehmer bewegt sich meist zwischen 30 und 100 Euro. Um das individuelle Risiko einschätzen zu können, erfragen Versicherer bei Vertragsabschluss beispielsweise den maximalen Tankinhalt. Auch ein vorhandenes Prüfzeugnis des TÜV kann Einfluss auf die Höhe des zu zahlenden Beitrages haben. Zudem ist relevant, ob sich der Tank ober- oder unterirdisch befindet.

28.01.2013 | Autor: Lena K. | Kategorie: Versicherungen

Über die Autorin dieses Artikels:
Lena ist die jüngste im FinanzNewsOnline.de Team. Zu ihren Lieblingsthemen gehören unter anderem Versicherungen und Themen aus dem Online-Umfeld.
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